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Aktuelles » PAS-Betroffene spricht offen über ihre Abtreibung

NewsimageBei dem Vortrag einer Frau über ihre Leiden nach der Abtreibung: Von radikalen Abtreibungsideologen unter Druck gesetzt

Wien (18.01.2006, JfdL-mh). Am Montag den 16. Jänner 2006 lud Jugend für das Leben zu einem Vortrag auf der Wiener Universität für Bodenkultur ein. Frau Ingrid Fürstner sprach über ihre Erfahrung mit der Abtreibung. Sie selbst ist Betroffene des PAS (Post Abortion Syndrome oder Nach-Abtreibungs-Syndrom) und litt nach der Abtreibung unter schweren Depressionen und Angstzuständen. Viele Frauen leiden im Stillen und oft sogar unbewusst unter einer Abtreibung und trauen sich nicht darüber zu sprechen.

Das sehr persönliche Zeugnis dieser mutigen Frau wurde durch eine gezielte Aktion aggressiver Abtreibungsideologen gestört. Circa 20 radikale Abtreibungsbefürworter setzten sich am Beginn in die ersten Bankreihen und kehrten der Vortragenden respektlos den Rücken zu. Alle trugen ein T-Shirt mit der Aufschrift „Abtreibung ist Frauenrecht“. Sie erklärten, sie würden die Veranstaltung durch einen „Schweigeprotest“ boykottieren und forderten andere Teilnehmer auf, das Gleiche zu tun.

Frau Fürstner ließ sich von diesem Protest nicht beeindrucken. Sie sprach offen über ihre bewegte Lebensgeschichte und ihr jahrelanges Leiden nach der Abtreibung. Mehrmals betonte sie, dass Abtreibung für die Frau nie eine Lösung sein könne, und berichtete auch von anderen Frauen, die durch die Abtreibung psychisch zerstört wurden.

Im Anschluss an das Zeugnis begann eine heftige Debatte. Die Abtreibungsbefürworter leugneten das Post-Abortion-Syndrom und behaupteten, die Leiden der betroffenen Frauen kämen nicht von der Abtreibung, sondern hätten andere Ursachen.

Zuhören und Ausredenlassen sind aber anscheinend Tugenden, die in den Kreisen von Gegnern des Lebensrechts für ungeborene Kinder nur wenig bekannt sind. So ergaben sich leider statt einer konstruktiven Diskussion nur ideologiegeladene Verbalattacken.

Eines zeigte dieser Zwischenfall aber doch: Das Thema „Abtreibung“ lässt niemanden kalt. Es trifft den Menschen im Innersten. Das lebhafte Wortgefecht brachte die Abtreibungsideologie so offen ans Tageslicht, wie es sonst nur selten geschieht. Konfrontation ist immer besser als Beschönigung und Schweigen.

Doris Buxbaum, Monika Haas
Jugend für das Leben

Titelbild: Die geballte Faust, dieses Symbol benutzen Abtreibungsideologen bei ihren Auftritten gegen das Lebensrecht ungeborener Kinder. Quelle: derfunke.at



© www.youthforlife.net   24. 10. 2006   10:32 Uhr

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