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Aktuelles » Appell eines ehem. Abtreibungsarztes: "Hört auf mit der Abtreibung!"

NewsDr. Stojan Adasivic stellt klar: "Schwangerschaftsabbruch ist Mord und ich war der Henker."

Salzburg, Graz, Wien (21.09.04, JfdL, jb) ... "Ich zog etwas aus der Gebärmutter heraus ... und ... nein! - Ein Herz, das schlägt. Es wird langsamer und langsamer und hört schließlich ganz auf zu pulsieren. In diesem Moment wußte ich, ich habe einen Menschen ermordet."

Mit relativ ruhiger Stimme erzählte der ehemalige Abtreibungsarzt Dr. Stojan Adasevic am vergangenen Wochenende vor geschätzten 300 Menschen in Salzburg, Graz und Wien seine Geschichte. Dass ihm die Tatsache keine Ruhe mehr läßt, in seiner Karriere als Gynäkologe zwischen 48.000 und 62.000 Kinder abgetrieben zu haben, beweist alleine seine Reise nach Österreich, die der gesundheitlich angeschlagene 71-jährige Serbe trotz zwei erlittener Herzinfarkte und drei Beipässen auf sich genommen hat.

Mit dabei Frau Charlotte Fuhrmann, früher Theaterfotografin in Deutschland und Mutter eines Kindes. - Eines Kindes, das sie aus Verzweiflung abtreiben ließ. "Wenn nur ein Mensch mir beigestanden und mich über den folgenschweren Eingriff aufgeklärt hätte, wäre die Entscheidung sicher für das Leben des Kindes ausgefallen. Ich fand keinen Halt mehr, nur Gott selber konnte mir verzeihen." Heute ist Frau Fuhrmann ehrenamtlich in der "Österreichischen Lebensbewegung" tätig und versucht dort, Frauen in Not (vor oder nach der Abtreibung) zu helfen.

Ein Arzt und eine Frau. Zwei unterschiedliche Charaktäre in ihrer je verschiedenen Lebenssituation, die genau eines verbindet: Das Leiden nach der Abtreibung.

Im folgenden das ausführliche Schicksalsbericht von Dr. Adasevic und Frau Fuhrmann:

Zwischen 48.000 und 62.000 ungeborene Kinder hat Dr. Stojan Adasevic getötet. Wie viele es genau sind, weiß der inzwischen 71-jäührige serbische Abtreibungsarzt nicht mehr. Er habe nach dem Motto "Übung macht den Meister" gearbeitet, erzählt er, sein trauriger Rekord liege bei etwa 35 vorgeburtlichen Kindstötungen am Tag. 26 Jahre lang hat er in einer sozialistisch geführten staatlichen Klinik in Belgrad praktiziert und war lange Zeit davon überzeugt, dass es wahr ist, was seine Professoren ihm beigebracht hatten. Nämlich, dass sich eine Abtreibung und die Entfernung von einem Blinddarm kaum unterscheiden - nur das zu entfernende Gewebe sei eben ein anderes. Erste Zweifel kamen bei ihm auf, als in den 80er Jahren der Ultraschall in den jugoslawischen Krankenhäusern eingeführt wurde. Adasevic hatte nun die Möglichkeit, in die Gebärmutter zu sehen und das "Gewebe" dort genauer zu betrachten.

Doch: "Ich sah, ohne zu sehen", sagt er heute. "Alles änderte sich aber als diese Träume begannen" Nacht für Nacht verfolgte ihn der gleiche Traum: Er geht durch die blühende, friedliche Natur und doch lastet ein beängstigender Druck auf ihm. Plötzlich sieht er lachende Kinder im Alter zwischen etwa drei und 20 Jahren vor sich. Ein Bub und ein Mädchen kommen ihm seltsam bekannt vor, er weiß aber nicht, wo er sie schon einmal gesehen haben soll. Als er sie ansprechen will, flüchten sie schreiend vor ihm, als liefen sie um ihr Leben. Stets wird die Szene von einem Mann im schwarzen Habit beobachtet.

"Da wusste ich, ich habe einen Menschen ermordet."

Jede Nacht wachte Adasevic schweißgebadet auf und konnte bis zum Morgen nicht mehr einschlafen. Eines Nachts gelingt es ihm in einem Traum, ein Kind festzuhalten, doch das Kind fängt an zu schreien: "Hilfe! Mörder! Rettet mich vor dem Mörder!" Sofort verwandelt sich der Mann in dem schwarzen Habit in einen Adler und entreißt Adasevic das Kind. In der Nacht darauf fragt der Abtreibungsarzt im Traum den seltsamen Mann, wer er sei. "Thomas von Aquin", lautet die Antwort - Adasivic hatte diesen Namen noch nie gehört. Der Mann in dem schwarzen Habit erklärte ihm nun, wer die Kinder sind, die ihn Nacht für Nacht verfolgen: Es sind jene Kinder, die Adasevic durch seine Abtreibungen umgebracht hat. Da erinnert er sich plötzlich, warum ihm die Gesichter des Jungen und der beiden Mädchen so bekannt vorkommen. Der Bub sieht einem engen Freund Adasevic´s ähnlich, bei dessen Frau er vor 20 Jahren eine Abtreibung durchgeführt hat. Auch den beiden Mädchen kann er die Mütter zuordnen - eine ist seine Cousine. Als Adasevic aufwachte, beschloss er, nie mehr in seinem Leben eine Abtreibung durchzuführen.

Ein Vorsatz, den er schon wenige Stunden später brach. Morgens in der Klinik angekommen, wartete dort seine Cousin zusammen mit seiner Freundin, die im vierten Monat schwanger war, auf ihn. Obwohl sich Adasevic anfangs weigerte, gelang es seinem Cousin doch durch seine Hartnäckigkeit schließlich, ihn zu einer letzten Abtreibung zu überreden. Bei dieser Abtreibung wurden ihm endlich die Augen geöffnet. Er war gerade damit beschäftigt, den bereits größeren Fötus zu töten, als ihm versehentlich der Arm des Kindes in eine Jodlösung fiel. Der Arm zuckte als wäre er lebendig. Schockiert über den Anblick gab er sich Mühe beim Entfernen der anderen Körperteile sorgfältiger zu sein. Doch das Schicksal machte ihm erneut einen Strich durch die Rechnung: Ein Bein fiel in die Lösung - und bewegte sich. Der Arzt bekam größte Angst, was nun noch auf ihn zukommen würde. "Als nächstes zog ich etwas aus der Gebärmutter heraus ... und ... nein! - Ein Herz, das schlägt. Es wird immer langsamer und hört schließlich ganz auf zu pulsieren. In diesem Moment wusste ich, ich habe einen Menschen ermordet." Entsetzt und um Barmherzigkeit flehend warf er die Abtreibungsinstrumente von sich, um sie nie wieder anzurühren.

Hetzkampagne macht auch vor Familie nicht halt

Stojan Adasevic informierte die sozialistische Klinikleitung darüber, dass er in Zukunft keine Abtreibungen mehr durchführen werde. Als Antwort darauf wurde ihm das Gehalt um die Hälfte gekürzt, seine Tochter verlor ihren Job sein Sohn wurde nicht zum Universitätsstudium zugelassen. Die Medien starteten eine Hetzkampagne gegen ihn. Doch Adasevic hat sich diesem Druck nicht gebeugt. Er hat sich der Lebensrechtsbewegung angeschlossen und seinen Kampf gegen Abtreibung inzwischen in einem Buch mit dem Titel "Heiliges Leben" niedergeschrieben, das bisher nur auf serbisch, englisch und französisch erhältlich ist. "Man muss die Frauen darüber informieren, was es bedeutet, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Und welche körperlichen und seelischen Folgen damit verbunden sind. Aber viele wollen nicht hören, was betroffene Frauen den Priestern und Psychologen erzählen", sagte Dr. Adasevic dazu.

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Fast vierzig Jahre lang litt Charlotte Fuhrmann an den Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs.

Als junge Frau hatte die Theaterfotografin in den sechziger Jahren - Abtreibung war damals noch bei Strafe verboten - keinen anderen Ausweg gesehen, als ihr ungeborenes Kind töten zu lassen. Depressionen und unerklärliche Angstzustände machte ihr in der Folge das Leben unerträglich; doch die Gründe dafür konnte kein Arzt feststellen. Erst als sie sich ihre Schuld eingestanden hatte, vor sich und vor Gott, kam sie zur Ruhe. Der Aufbau einer persönlichen Beziehung zu Jesus verhalf ihr dann zur endgültigen Heilung. Heute kann sie als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Österreichischen Lebensbewegung ihre persönliche Leidensgeschichte für andere fruchtbar machen: Direkt vor der Abtreibungsklinik am Wiener Fleischmarkt spricht Charlotte Fuhrmann Frauen an. Sie erzählt ihnen von ihrem eigenen Schicksal, sagt ihnen, dass sie geliebt sind von Gott, sie und das ungeborene Kind. So versucht sie die Frauen für das Leben zu gewinnen, für das Leben des Babys und ihr eigenes.

Die Behauptungen von Medien, dass es bei solchen Gesprächen immer wieder "unschön" zugehe, weist Charlotte Fuhrmann zurück: "Wir sprechen die Frauen voller Liebe und Behutsamkeit an", sagt sie, schließlich sei sie ja selber eine Frau, die die Erfahrung der Abtreibung schon gemacht habe. Probleme gebe es manchmal nur, wenn ein Mann dabei sei. Da sei es auch schon mal zu Handgreiflichkeiten gekommen. "Die Frauen werden von den Männern regelrecht in die Abtreibungsklinik abgeschleppt. Wenn wir sie näher über die Abtreibung und ihre Folgen informieren, erzählen uns viele, dass sie von Menschen ihrer Umgebung, sogar von den eigenen Eltern gezwungen werden." Die Zahl der Kindestötungen in der Klinik am Wiener Fleischmarkt ist seit dem Beginn der Gehsteigberatung der Initiative "Ja zum Leben" erheblich zurückgegangen. "Wir sind die einzigen, die auch noch dastehen, wenn die Frauen aus der Klinik wieder herauskommen. So retten wir vielleicht das Leben des zweiten oder dritten Kindes."

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"Ich danke Ihnen sehr, dass Sie so offen darüber gesprochen haben; Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Genauso habe ich das selbst erlebt, vielleicht noch viel schlimmer." Solche Reaktionen von Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, bestätigen, was sich jeder denken kann, viele aber nicht wahrhaben wollen: eine Abtreibung löst keine Probleme. Im Gegenteil: Neben möglichen körperlichen Komplikationen sind es vor allem der seelische Leidensdruck und besonders auch die Unmöglichkeit, darüber mit anderen zu sprechen, die das Leben von Frauen mit einer Abtreibung nachhaltig und oft zerstörerisch belasten.

Und wir? Wir bleiben stumm. Wir schweigen. Nehmen wir uns den erschütternden Appell, den Dr. Adasevic beim Besuch in der ehemaligen Wiener "Mairo" - Abtreibungsklinik während eines Fernsehinterviews im Operationsraum an die Zuseher gerichtet hat, zu Herzen: "Beenden Sie das Töten, hören Sie auf mit der Abtreibung!"

Vortragsserie
Podium im Saal der Salzburger Nachrichten (von links nach rechts): Charlotte Fuhrmann, Jugend für das Leben - Vorsitzende Jutta K. Lang, Dr. Stojan Adasevic.

Spontan steht eine betroffene- leidende Frau aus dem Publikum auf und berichtet
Spontan steht eine betroffene- leidende Frau aus dem Publikum auf und berichtet über ihr Schicksal

Weihbischof Dr. Andreas Laun stellt eine Frage
Weihbischof Dr. Andreas Laun stellt eine Frage

Hat 37 Jahre schwer unter den psychischen Folgen der Abtreibung gelitten: Charlotte Fuhrmann
Hat 37 Jahre schwer unter den psychischen Folgen der Abtreibung gelitten: Charlotte Fuhrmann (hier beim Vortrag in Wien)

Über 100 Menschen kamen zum Vortrag nach Graz
Über 100 Menschen kamen zum Vortrag nach Graz

Dr. Stojan Adasevic als ehem. Abtreibungsarzt beim Interview in der ehem. Mairo-Abtreibungsklinik
Dr. Stojan Adasevic als ehem. Abtreibungsarzt beim Interview in der ehem. Mairo-Abtreibungsklinik ("Babycaustmuseum", Wien, Sperlgasse)

Dr. Adasevic nach dem Interview: Betrübt und nachdenklich vor dem Absauggerät
Dr. Adasevic nach dem Interview: Betrübt und nachdenklich vor dem Absauggerät

Demnächst bei Jugend für das Leben:

  • Interview mit Dr. Stojan Adasevic - aus der Sicht des Abtreibungsarztes: Als Experte der Gynäkologie im staatlichen Krankenhaus der Eisenbahnen (im kommunistischen Regime unter Diktator Tito errichtet) konzipierte er selber Abtreibungsinstrumente und war für die Ausbildung der Mediziner an den Ultraschallgeräten verantwortlich. Seine Studien beschäftigten sich mit Motivforschung bei betroffenen Frauen vor und nach der Abtreibung, Theorien über den Beginn des Lebens, dem Verhalten von ungeborenen Kindern in verschiedenen Stadien, künstliche Befruchtung.
  • Zeugnis von Charlotte Fuhrmann - aus der Sicht einer Frau, die abgetrieben und furchtbar darunter gelitten hat. Nach ihrer Bekehrung erfuhr sie ihren Weg der seelischen Heilung.
  • CD: "The Best of" Auszüge aus den Vorträgen von Salzburg, Graz und Wien, Interview, etc.
  • Video: Der katholische Fernsehsender K-TV wird eine umfangreiche Dokumentation zum Thema Abtreibung produzieren. Inhalt: Abtreibung: Fakten, Methoden, Folgen und Alternativen, Auszüge aus dem Vortrag in Salzburg, Vorführung der Abtreibungsinstrumente und Interview mit Dr. Stojan Adasevic und Interview mit Charlotte Fuhrmann in der ehemaligen Abtreibungsklinik "Mairo" in der Wiener Sperlgasse.
  • Buch: Dr. Adasevic beschreibt in seinem Buch "Heiliges Leben" seinen Kampf gegen die Abtreibung in Serbien. Das Buch wurde von serbisch auf englisch und französisch übersetzt. Wir hoffen demnächst, Ihnen die Literatur auch in deutscher Sprache anbieten zu können.



© www.youthforlife.net   24. 10. 2006   06:03 Uhr

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