Liebe und Sexualität
Was bedeutet die eheliche Vereinigung?
Der Mensch ist eine wunderbare Einheit von Seele und Leib. Der menschliche Leib gehört wesentlich zu dieser Einheit. Durch ihn drückt sich die Seele aus. Ein Lächeln oder ein Kuss sind keine rein körperlichen Vorgänge. Sie sind Gesten, welche die menschliche Seele sichtbar machen. Auch die eheliche Vereinigung von Mann und Frau ist nicht in erster Linie Biologie, sondern Ausdruck des tiefsten Seelengrundes. In der Tiefe des Herzens weiß jeder Mensch, was das sexuelle Eins-Werden in der Sprache des Leibes besagt: Ganzhingabe!
Ganzhingabe besagt in Worte gefasst: "Ich liebe dich mit allem, was du bist." "Ich entscheide mich für dich ohne Vorbehalt." "Ich nehme dich an mit deiner Vergangenheit und mit deiner, nein unserer Zukunft, was sie auch bringen mag." "Deine Fähigkeit, Vater/Mutter zu werden, sehe ich dankbar an als Geschenk und Aufgabe für uns beide."
Wie ist das liebende Eins-Werden möglich?
Die Voraussetzungen des Leibes:
- Gegenseitige Ergänzung. Mann und Frau fügen sich körperlich und seelisch zu einem Ganzen. In homosexuellen Kontakten kann keine Vereinigung stattfinden, weil keine Komplementarität existiert.
- Vereinigung. Die eheliche Vereinigung macht die Ganzhingabe der Partner sichtbar. "Sexuelle Praktiken" werden dieser Bedeutung nicht gerecht. An die Stelle der liebenden Vereinigung tritt die Selbstbefriedigung zu zweit.
- Empfänglichkeit für das Leben. Die eheliche Vereinigung ist von Natur aus fruchtbar. Die Gnade einem Kind das Leben zu schenken, ist das Herz der ehelichen Vereinigung. Diese verliert ihre Ganzheit und Wahrheit, wenn sie mit mechanischen oder chemischen Mitteln manipuliert wird.
Die Voraussetzungen der Seele sind:
- Freiheit. Mann und Frau müssen sich in Freiheit für die Vereinigung entscheiden. Sonst kann sich der liebende Akt der ehelichen Vereinigung nicht ereignen. Nichts verwundet die Liebe mehr als eine Vergewaltigung. Auch die versteckte Gewalt der Verführung schließt einen freien Willensakt aus.
- Das Jawort. Nur die Geborgenheit des unwiderruflichen Jawortes erlaubt den Ehepartnern, eins zu werden. Nur wenn sich Mann und Frau ohne Vorbehalte 'in guten und in schlechten Tagen' füreinander entscheiden, existiert eine echte und bedingungslose Vereinigung. Die Heirat ist das sichtbare Zeichen dieser Entscheidung. 'Unverbindliches' Zusammenleben hingegen bietet diese Sicherheit nicht. Sie macht aus der gegenseitigen Hingabe eine Ja-Aber-Beziehung und widerspricht so dem Wesen der Liebe.
- Das Motiv der Liebe. Die eheliche Vereinigung verlangt, dass die Partner auf die gegenseitige Liebe bedacht sind. Ein achtloses oder zerstreutes Zusammenkommen wird der Würde dieses menschlichen Aktes nicht gerecht. Selbst wenn ein Ehepaar ein Kind zeugen möchte, muss die Liebe der tiefste Grund dieses Wunsches sein. Zu einer Karikatur verkommt die liebende Vereinigung, wenn sie zu einem "sexuellen Akt" reduziert wird und der Bedürfnisbefriedigung dient.
Verhütung
Hat die Pille Nebenwirkungen?
Eine Frau, welche die Pille nimmt, lebt ständig mit dem Hormonhaushalt einer Hochschwangeren. Das ist auf Dauer ein großes Gesundheitsrisiko.
- Die Todesrate durch Hirnschlag und Herzinfarkt ist bei Pilleneinnehmerinnen deutlich höher. Bei Kombination von Pille und Rauchen ist die Gefahr 22x höher als normal.
- Die Hormone der Pille steigern die Blutgerinnung. Dies führt zu einem erhöhten Auftreten von Thrombosen.
- Die Infektionsrate für Chlamydien und Gonokokken ist bei Pilleneinnehmerinnen um 70% höher. Infolge von Infektionen können Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften oder Fehlgeburten auftreten.
- Die Pille fördert Brust- und Leberkrebs.
- Weitere mögliche Folgen sind Gewichtszunahme, Depression, «Verlust der Lust', ...
Ist Natürliche Empfängnisregelung eine Alternative?
Die sympto-thermale Methode wurde von Dr. Josef Rötzer entwickelt und an Tausenden von Ehepaaren erprobt. Sie erreicht einen Pearl-Index von weniger als eins. Die Natürliche Empfängnisregelung erzielt also dieselbe Sicherheit wie die Anti-Baby-Pille. Es werden Kurse angeboten, in denen die Frau lernen kann ihren Zyklus zu erkennen. Durch das Beobachten ihrer Aufwachtemparatur und der Schleimabsonderung kann sie mit Sicherheit feststellen, an welchen Tagen sie ein Kind empfangen kann.
Was sind die Vorteile der Natürlichen Empfängnisregelung?
- Die Frau lernt, sich selbst als Frau anzunehmen und ihren Zyklus zu beobachten und zu schätzen.
- Der Mann lernt, die Frau nicht als ständig bereites Sexualobjekt zu betrachten, sondern sich ihrem Zyklus unterzuordnen.
- Die Kommunikation zwischen den Partnern verbessert sich. In Zeiten des Verzichts finden die Partner andere Arten der Zärtlichkeit.
- Natürliche Empfängnisregelung kostet nichts.
- Sie ist natürlich, biologisch hat keine Nebenwirkungen.
Wie sicher ist das Kondom als Schutz gegen AIDS?
Es ist unbestritten, dass das Kondom als einziges Verhütungsmittel gegen
AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten einen gewissen Schutz
bieten kann. Der Pearl Index (Unsicherheitsfaktor) des Kondoms in Bezug auf
Empfängnisverhütung wird im Allgemeinen zwischen 2 und 12 eingestuft (vgl. z.B. netdoktor.de).
Das heißt, dass von 100 Paaren, die ein Jahr lang mit dem Kondom verhüten,
zwei bis zwölf trotzdem schwanger werden.
Was das AIDS-Risiko betrifft, sollte man bedenken, dass eine Frau nur an
wenigen Tagen ihres Zyklus ein Kind empfangen kann, während das HI-Virus
immer übertragbar ist. Der Risikofaktor einer Infektion ist demnach
bedeutend größer als die Wahrscheinlichkeit einer ungeplanten
Schwangerschaft.
Die herkömmliche Sexualaufklärung präsentiert das Kondom oft als
Allheilmittel gegen die AIDS-Epidemie. Weil in dieser Angelegenheit jedoch
das Leben von Menschen auf dem Spiel steht, wäre objektivere Information
dringend angesagt.
|